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Gemeinde Merzenich

Strukturwandelmanager Lennart Schminnes

Für einen Stadtplaner wie Lennart Schminnes ist Morschenich-Alt, der „Ort der Zukunft“, ein wahres Paradies voller Möglichkeiten. Kein Komplett-Abriss, wie ursprünglich vorgesehen, sondern Weiterentwicklung und Evolution – der Nährboden für zukünftige Projekte, die Lennart Schminnes anzustoßen gedenkt.

Und da hat der 26-jährige, gebürtige Mönchengladbacher, klare Vorstellungen: Neue Identität schaffen, Infrastruktur aus- und umbauen und die Ortschaft mittelfristig wieder beleb- und wohnbar machen. Dies soll durch die Kooperation mit verschiedenen Projektpartnern flankiert werden, unter anderem mit der Zukunftsagentur Rheinisches Revier und dem Forschungszentrum Jülich. „Natürlich wird auch RWE als Eigentümer eine wichtige Rolle in diesem Entwicklungsprozess spielen. Jede einzelne Maßnahme ist ein Gemeinschaftsprojekt, es wird keine Alleingänge geben“, so Schminnes.

Als begeisterter Hobbykoch tüftelt Lennart Schminnes zudem noch an mehreren „Rezepten“ zur Entwicklung des Poolplatzes in Merzenich. Dort wird in naher Zukunft das sogenannte „Cubity-Haus“ als innovativer Ort der Forschung und Planung aufgebaut. Und zwar langfristig. Lennart Schminnes: „Dieses Ankerprojekt mit nationaler Strahlkraft wollen wir als Ausgangspunkt für weitere nachhaltige Schritte in diesem Areal nutzen.“

Als gelernter Stadt- und Regionalplaner mit dem Abschluss Master of Science der Universität Kassel sowie mit Erfahrung als stellvertretender Leiter der Stadtentwicklung in Holzminden weiß er, wie so etwas anzupacken ist. Und vor allen Dingen, welche Faktoren und kommunalen Prozesse berücksichtigt werden müssen: „Soziale, ökologische, ethische und wirtschaftliche Faktoren spielen dabei genauso eine Rolle, wie die demografische Entwicklung. Man muss hier die richtige Mischung finden und vor allen Dingen die Bürgerschaft mitnehmen und beteiligen, wann immer es geht.“

Am liebsten, daraus macht der gebürtige Mönchengladbacher kein Geheimnis, würde er sofort loslegen und sozusagen mit Spaten, Kelle und Zollstock in der Hand den Strukturwandel aktiv umsetzen. „Ich sehe mich in diesem Gestaltungsraum durchaus als Zugpferd“, macht er deutlich. Planen und Machen, mit Schwerpunkt auf Machen – so in etwa lässt sich sein Wesen beschreiben.

Lennart Schminnes erinnert sich gerne an seine Schulzeit zurück, an die Zeit, als vor seinem Klassenzimmer der Marktplatz umgebaut wurde. „Ich war vom Umgestaltungsprozess fasziniert, hätte am liebsten sofort mitgemacht. Das ging natürlich nicht, aber hier hat sich mein Berufswunsch verfestigt.“ Zunächst hatte er ein Architekturstudium angestrebt, sich dann aber für ein Städtebaustudium an der TH OWL in Detmold eingeschrieben. Das erschien ihm passender und etwas weniger theoretisch.

Unter anderem auch aus diesem Grund hatte er sich bei der Gemeinde Merzenich beworben. „Bei einer kleineren Kommune sind die bürokratischen Laufwege kürzer und somit auch Projekte schneller umsetzbar. Auch läuft mehr über eine persönliche Ebene ab, was mir ebenfalls sehr entgegen kommt.“ Nicht unwesentlich beeinflusst habe ihn bei der Entscheidung pro Merzenich der Bürgermeister. „Herr Gelhausen verfügt über einen unbändigen Ehrgeiz, die Gemeinde weiterzuentwickeln und den Strukturwandel zu einem Erfolgsmodell zu gestalten. Damit liegen wir auf einer Wellenlänge“, so Lennart Schminnes, der, wie soll es als leidenschaftlicher Stadtplaner auch anders sein, mit seiner Lebensgefährtin mitten in Aachen wohnt.

Gemeinsam mit seiner Kollegin Anna Hecker hat er gerade ein sogenanntes Strategiepapier mit dem Titel „Leitideen und Visionen für den Ort der Zukunft“ verfasst. Darin sind die Ziele der nächsten Jahre festgehalten, die zeigen, welches Potential in und um Morschenich-Alt schlummert, sofern man ganzheitlich an die Sache herangeht. Die Rede ist hier von der Modellregion Bioökonomie, von Siedlungs- und Forstflächen, von Entwicklungsflächen für Naherholung, von interkommunalen Gewerbegebieten, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Synergien, von Nachhaltigkeit, Energiegewinnung und sogar einem Flugplatz.

Das neunseitige Papier finden Sie  hier (Öffnet in einem neuen Tab).

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