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Gemeinde Merzenich wird zur „Zukunftsregion Agrar & Klima“

Gemeinde Merzenich wird zur „Zukunftsregion Agrar & Klima“

Vorstellung der Chancen und Perspektiven im Rahmen des Strukturwandels

Das Rheinische Revier ist unaufhaltsam unterwegs in Richtung Zukunft. Die Empfehlungen der Kommission für Wachstum, Entwicklung und Beschäftigung versprechen große Veränderungen in der Region und der Gemeinde Merzenich. Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier zeichnet für das Wirtschafts- und Strukturprogramm verantwortlich und soll durch den weiteren Veränderungsprozess führen.

Die Gemeinde Merzenich, die im Kernraum des Reviers unmittelbar vom Tagebaubetrieb, der Umsiedlung des Ortsteils Morschenich und dem Kohleausstieg betroffen ist, stellt sich dieser Herausforderung mit attraktiven, innovativen und nachhaltigen Projekten. Sie bettet sich mit ihren Ideen und Maßnahmen, mit denen sie einen wesentlichen Wertbeitrag zur gelungenen Transformation der Industrieregion leisten will, in die Struktur der Zukunftsagentur Rheinisches Revier ein. Diese hat im Herbst 2018 die Eckpunkte für ein Strukturprogramm erarbeitet, die sich erkennbar im Endbericht der Energiekommission wiederfinden. Die Eckpunkte definieren die übergeordnete Zielsetzung für vier zentrale Zukunftsfelder, mit denen der Strukturwandel gelingen soll: „Energie und Industrie“, „Raum und Infrastruktur“, „Innovation und Bildung“ sowie „Ressourcen und Agrobusiness“.

Die Gemeinde Merzenich kann aufgrund ihrer Lage und großartigen Entwicklungspotentiale in allen diesen vier Zukunftsfeldern wegweisende Impulse setzen. Dabei knüpft sie zusammen mit erfahrenen und innovativen Partnern an bereits begonnene Prozesse an. Die besten Projekte will sie auf der internationalen Bau- und Technologieausstellung im Revier präsentieren.

Das Konzept „Lust auf eine gute Zukunft“ sieht Bürgermeister Georg Gelhausen als ersten wegweisenden Impuls und fordert auf, die Projektskizzen und Ideen in einem offenen Beteiligungsprozess zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Als Auftakt dienen hierzu die Gemeinratssitzung am 28.03.2019 sowie das für alle Bürgerinnen und Bürger offene Forum am 05.04.2019 im Bürgerhaus der Gemeinde Merzenich.

 

Die Projekte im Überblick:

 

AGRIBUSINESS 5.0

Forum Nachhaltigkeit Merzenich:  Produktion und Natur im Dialog:

Aufbau eines Feldlabors (Marginal Field Labs) als einmalige Forschungs- und Entwicklungsplattform zur Optimierung von Nahrungs- und Rohstoffpflanzen, Bodenverbesserungsmethoden und Feldtechnologien für die digitale Züchtung und Landwirtschaft im Rahmen des Bioökonomie-Reviers.

Biodiversität in der Kulturlandschaft

Bienen- und Feldvogelschutz  für unsere Zukunft:

Schaffung von zusätzlichen Blühflächen und Brutstätten für die Erhaltung der Bienenvielfalt, Insekten und Vögel auf Flächen der Gemeinde, der Anwohner, der Unternehmen und Landwirtschaft mit dem Ziel die Artenvielfalt zu  bewahren und weiterzuentwickeln.

Zukunftsfeld Raum & Infrastruktur

Nachhaltige Standortpolitik  für neue Arbeitsplätze:

Interkommunale Zusammenarbeit Interkommunales Struktur- und Nutzungskonzept, Entwicklung von Gewerbegebieten (Sonderbedarfe) im Kooperationsverbund, Beschleunigung der Regionalplan-Änderungsverfahren, Vermeidung kommunaler Konkurrenz.

Klimafreundlicher  Wohnpark Ellebachaue

Innovative Quartiersentwicklung und  ressourcensparendes Bauen im ländlichen Raum der Metropolregion Köln/Aachen:

Gestaltung der Ellebachaue in Merzenich als Areal für eine funktionale Integration und Konvergenz unterschiedlicher Lebensbereiche: Wohnen und Arbeiten, Arbeiten und Konsum, Kinder- und Altenbetreuung am Wohn- und Arbeitsort, Privat- und Geschäftsleben.

Architektenwettbewerb  Poolplatz

Entwicklung von Bergschadensflächen:

Revitalisierung des zentral gelegenen Poolplatzes, barrierefreier attraktiv gestalteter Aufenthaltsort für Bürgerinnen und Bürger, Schaffung zusätzlichen Wohnraums.

Freizeitwegekonzept

Ausbau der Rad- und Spazierwege Erschließung von grünen  Wegen für Radfahrer und Fußgänger als ökologische, landschaftsgestaltende Maßnahmen.

Mobilitätsstation S-Bahnhof Merzenich

Mobilitätsstation mit deutlicher Ausweitung der Nahmobilität und des Serviceangebotes. Auf dem P+R-Parkplatz des S-Bahnhofs Merzenich sollen u.a. Carports mit Photovoltaik-Anlagen errichtet werden, die die erzeugte Energie in Batteriespeichern aufnehmen und sie über  Ladestationen an Fahrzeuge mit Elektroantrieb abgeben.

Solarautobahn A4

Saubere Energie von der Fernstraße:

Erweiterung der Solarautobahn auf Trasse der alten Autobahn A4 sowie Bau eines Photovoltaik- Autobahnabschnittes für den Testbetrieb auf der neuen BAB 4 zur Gewinnung CO2-freier Energie. Alternativ bietet sich die Option einer Autobahnüberdachung mit Solarpanels an, die  neben der sauberen Sonnenergie zudem als Lärmschutzeinrichtung dient.

Innovative Energieproduktion mit Bioenergie-BHKW

Grüne Wasserstoff-Produktion für Mobilitätsanwendungen und Kraftstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge sowie für die Forschung und Entwicklung im Rahmen des Feldlabors (Marginal Field Labs) am Standort Bürgewald und die Industriebetriebe in der Zukunftsregion.

Bioökonische Zukunftsstadt

Entwicklung des rückgebauten Standortes Morschenich-Alt in der Zukunftsregion Agrar & Klima zur einem Areal für innovative Start-ups, Unternehmen und Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie als Wohn- und Arbeits- und Lebensort. Die neue Ortschaft „Bürgewald“ der Gemeinde Merzenich bietet sich zudem als Standort für die geplante „Internationale Bau- und Technologieausstellung“ an.

Campus Hambacher Forst

Erlebnisreiches Lernen und Erfahrungsraum der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt: Bau eines Baumkronenpfades mit Baumhausstationen über eine gesicherte Holz/Stahlkonstruktion die einen Waldspaziergang von Baumkrone zu Baumkrone in bis zu 15 Meter über dem Erdboden durch die den Hambacher Forst als Symbol trächtigen Ort ermöglicht. In den einzelnen Baumhausstationen werden die Themen Klimawandel, Wahrung der Schöpfung, Umweltschutz, Zukunftskonzepte Energie u.v.m. in Form von kompakten Ausstellungen und Gesprächsplätzen angeboten. Am Ende des Pfades eröffnet sich der Blick über die Hambacher Tagebauregion. Die Routen der aktuellen Waldspaziergänge durch den Forst werden integriert.

UN-Klimakonferenz 2035

Der Ausstieg aus der Kohleverstromung soll sich in den Jahren bis 2030 zuerst auf das Rheinische Revier konzentrieren und erst danach auf die Braunkohletagebaue in Ostdeutschland ausgeweitet werden. Der komplette Kohleausstieg soll 2035 erreicht werden – ein gutes Datum für einen Klimagipfel mitten im Rheinischen Braunkohlerevier. Die Zukunftsregion Agrar & Klima Merzenich ist der geeignete Gastgeber für die Experten und Mitgliedseinrichtungen aus Forschung, Organisationen, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft aus aller Welt. Welcher Ort wäre geeigneter, als der an dem der Strukturwandel in allen Facetten erlebbar ist.

Strukturwandel braucht echte Bürgerbeteiligung

In unserer Region ist ein hohes Maß an Kreativität und Engagement vorhanden. Wichtig ist, dass alle Akteure die Gelegenheit bekommen, sich konstruktiv in den Prozess des Strukturwandels einzubringen. Wir sind davon überzeugt, dass mit guter Bürgerbeteiligung und Partizipation die Transformation gelingen kann. „Jeder ist nun gefragt, sich mit guten Ideen und umsetzbaren Projekten einzubringen“, erklärt Bürgermeister Gelhausen angesichts der großen Herausforderungen des Strukturwandels und fährt fort „Trotz aller Sorgen um die Arbeitsplätze sind eine ermutigende Aufbruchsstimmung und Dynamik zu spüren. Nutzen wir diese positive Energie für die Gestaltung unserer Heimatregion! Denn wir in Merzenich haben Lust auf eine gute Zukunft!“

Der komplette Kohleausstieg soll 2035 erreicht werden – ein gutes Datum für den UN-Klimagipfel mitten im Rheinischen Braunkohlerevier. Die Zukunftsregion „Agrar & Klima Merzenich“ ist aufgrund der Symbolkraft des Hambacher Forstes der geeignete Gastgeber für die Experten und Mitgliedseinrichtungen aus Forschung, Gesellschaft, Organisationen, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft aus aller Welt.

Welcher Ort wäre geeigneter als der, an dem der Strukturwandel in allen Facetten erlebbar ist.

Weitere Informationen erteilt Ihnen die o.g. Ansprechpartnerin

 

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