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Gemeinde Merzenich

57 Millionen Euro für den Ort der Zukunft

NRW-Ministerin Ina Scharrenbach hat am Freitag, 14. Juni 2024, im Rahmen der tu! Hambach auf dem ehemaligen Reiterhof in Morschenich-Alt den ersten Förderbescheid über rund 57 Millionen Euro an Merzenichs Bürgermeister Georg Gelhausen übergeben.

Historischer Moment in Morschenich-Alt: die feierliche Übergabe des Bewilligungsbescheids! Von links: Landtagsabgeordnete Dr. Patricia Peill, Ratsvertreterin Dr. Maria Schoeller, Ortsvorsteherin Inga Dohmes, Ratsvertreter Dirk Becker, Ministerin Ina Scharrenbach, Bürgermeister Georg Gelhausen, Ratsmitglied Michael Dohmes und Bundestagsabgeordneter Thomas Rachel.

Das Geld soll zur Revitalisierung des ehemaligen Braunkohledorfs verwendet werden.

„Wir machen uns gemeinsam auf in Richtung Zukunftsdorf. Neben den Kosten für den Grunderwerb wird auch der gesamte Planungsprozess zur Qualifizierung der Ortsentwicklung gefördert. Damit stoßen wir den Entwicklungsprozess an. Die geplante Bebauung von Morschenich-Alt soll vollständig in einer klimaschützenden, flächensparenden und ressourcenschonenden Bauweise erfolgen. Die abgebrannte Sankt Lambertus Kirche wird wieder aufgebaut und soll zu einem zentralen Ort der Begegnung werden. Bei der Wiederbelebung des Dorfes zu einem Ort der Zukunft soll auch über Ortsgrenzen hinweg gedacht werden. Dazu gehört die Entwicklung des Ortes in Richtung des zukünftig geplanten Hambacher Sees, der der zweitgrößte See in Deutschland werden soll. Mit der Entscheidung zum Erwerb eines ganzen Dorfes hat die Gemeinde Merzenich großen Mut bewiesen. Mit viel positiver Energie wird aus dem Braunkohledorf Morschenich-Alt das erste Zukunftsdorf im Strukturwandel Rheinisches Revier“, so Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Mit dem Rückerwerb von Morschenich-Alt läuten wir eine neue Ära des Strukturwandels ein. Als erste Kommune in Deutschland werden wir einen ursprünglich vom Abbau bedrohten Ort selbstbestimmt revitalisieren. Um dies zu bewältigen, brauchen wir nicht nur einen langen Atem, sondern auch Expertinnen und Experten, Partnerschaften sowie Unterstützung, vor allen Dingen von der Landes- und Bezirksregierung. Mit der Übergabe des Bewilligungsbescheides durch Ministerin Ina Scharrenbach kann nun ein historischer bedeutsamer Schritt erfolgen auf einem langen Weg mit all seinen Herausforderungen und Chancen. Zugleich ist die Förderbewilligung ein Zeichen der Wertschätzung für den Transformationsprozess im Rheinischen Revier. Ich danke dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, den Projektgesellschaften Perspektive.Struktur.Wandel (PSW) und Starke Projekte (SP), der RWE Power AG und der Neuland Hambach GmbH, dass wir gemeinsam mit Mut und Entschlossenheit diese außergewöhnliche Aufgabe gemeistert und damit ein tragfähiges Konzept für den Rückerwerb der Ortslage entwickelt haben. Auf dieser Basis und mit der Förderkulisse können wir nun unsere ländlich geprägte Gemeinde zukunftsfähig aufstellen und beispielgebende Projekte für einen nachhaltigen und innovativen Strukturwandel schaffen“, so Bürgermeister Georg Gelhausen.

Auf Basis des Investitionsgesetzes Kohleregion werden für den Grunderwerb durch die Gemeinde Merzenich und die umfassende Sanierung und Entwicklung des Ortes rund 90 Millionen Euro bereitgestellt. Die erste Bewilligung über rund 57 Millionen Euro umfasst neben den Kosten für den #Grunderwerb (40,4 Millionen) auch den gesamten #Planungsprozess zur Qualifizierung der Ortsentwicklung. Dazu gehören Initial- und Unterhaltungsmaßnahmen (8,8 Millionen), Kosten für Gutachten und Konzepte (2 Millionen Euro), Objektplanung und bauliche Maßnahmen (2,1 Millionen Euro) sowie Kosten für Vermarktung und Projektmanagement (3,8 Millionen Euro). Die Förderung setzt sich zusammen aus 51,3 Millionen Euro Bundesmittel und 4,3 Millionen Euro Landesmitttel. Der Eigenanteil der Gemeinde Merzenich liegt bei 1,4 Millionen Euro.

Direkt im Anschluss an die Übergabe des Förderbescheids unterschrieben Ina Scharrenbach, Georg Gelhausen sowie die beiden Geschäftsführer von NRW.Urban, Henk Brockmeyer und Ludger Kloidt, einen entsprechenden Treuhandvertrag, der die Verwendung der Fördermittel regelt.


Frau Anna Hecker
Raumplanerin
Herr Lennart Schminnes
Stadtplaner

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