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Gemeinde Merzenich

Akustische Vermessung der Lambertuskirche in Morschenich-Alt

Der Raumklang einer Kirche, das hat das Adventskonzert mit dem Ensemble „StilArt“ am 5. Dezember in Morschenich-Alt mal wieder eindrucksvoll belegt, hat eine ganz besondere Qualität. Als leidenschaftlicher Musiker hat Bürgermeister Georg Gelhausen natürlich ein ganz besonderes Gespür für diese Tonalität und somit eine weitere Maßnahme im Rahmen des Förderprojektes „Kirchturmdenken“ angestoßen. „Die Lambertuskirche wurde - ebenso wie der Ort Morschenich-Alt - seitens des LVR aufwändig studiert und mit einer umfassenden Chronik aufbereitet. Viele Bilder, historische Dokumente und vergessen geglaubte Informationen kamen Dank der LVR-Historiker wieder zum Vorschein und wurden zu Papier gebracht. Natürlich kann eine solche Dokumentation nicht vollumfänglich die wunderbare Atmosphäre eines solchen Gebäudes widerspiegeln. Daher freue ich mich ganz besonders über das Engagement eines jungen Morschenichers, die Akustik des Sakralbaus zu konservieren und für Alle erlebbar zu machen“, so Georg Gelhausen.

Dieser junge Morschenicher heißt Jean Haffner und studiert aktuell Philosophie in Bonn. In seiner Freizeit beschäftigt sich der 21-Jährige unter anderem mit Musik und Tontechnik. Basierend auf der kreativen Schaffenskraft der für die Filmbranche tätigen Tontechniker und aufgrund seiner persönlichen Verbundenheit zu seinem Heimatort entstand bei ihm die Idee, die Akustik der Lambertuskirche „aufzunehmen“ und zu weiteren Verwendungen aufzubereiten. Dazu nutzte er ein spezielles Aufnahmeverfahren, welches die Signale einer bestimmten Quelle aufzeichnet und in „hörgerechte“ Dateien umwandelt.

Die Einsatzmöglichkeiten dieses akustischen Fingerabdruckes sind vielfältig. So könnte man beispielsweise bei der digitalen Komposition Musikstücke mit dem „Lambertus-Klang“ hinterlegen oder Reden und Sprachnachrichten entsprechend ausschmücken. Georg Gelhausen: „Ich bin Jean Haffner sehr dankbar für seinen Einsatz in der Kirche. Nun haben wir die Möglichkeit, die Atmosphäre der Lambertuskirche auf besondere Art und Weise erlebbar zu machen!“

Das ist „Kirchturmdenken“

Unter dem Titel „Kirchturmdenken“ sollen Kirchen und Sakralbauten als wichtige lokale Erinnerungsorte, als lebendige Orte der Kulturvermittlung und Bildung sowie als Orte bürgerschaftlicher Teilhabe an Kulturangeboten etabliert werden. Die Mittel des Projektes stammen aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Trägerin des Programms und für seine Umsetzung verantwortlich ist die Wider Sense TraFo gGmbH. Lokal werden die Projekte von den Stadtwerke Düren unterstützt.


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Bildnachweise

  • Gemeinde Merzenich
  • Wider Sense Trafo GGmbH
  • Stadtwerke Düren

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