Die in Morschenich beheimateten Vereine St. Lambertus Schützenbruderschaft, SV Morschenich und KK Klub Waldesgrün sowie die Löschgruppe Morschenich der Freiwilligen Feuerwehr Merzenich erhielten tolle Unterstützung durch die sieben Ortsvereine SC 1919 Merzenich, ISM - Inklusives Soziales Miteinander - Merzenich, Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg, Stamm St. Laurentius Merzenich, KG Jonge vom Berg, St. Sebastianus Schützenbruderschaft Merzenich, TV Golzheim 1885 und den FC-Köln-Fanclub mit Thekendiensten sowie beim Auf- und Abbau.
Nach einem festlichen Wortgottesdienst, durch den Pfarrer Andreas Galbierz führte, wurde auf dem Dorfplatz zunächst das Dorfmodell eingeweiht. Der durch RWE Power realisierte Bronzeguss stammt aus der Hand des Erkelenzer Künstlers Michael Franke und erinnert an den ehemaligen Ort Morschenich mit vielen markanten Punkten, unter anderem die Alte Kirche, das Schützenheim oder das Feuerwehrgerätehaus. Nur ein paar Meter weiter wurde dann auch noch die aus dem Alt-Ort stammende Schwengelpumpe eingeweiht, bevor es dann mit einem Festzug Richtung Ortseingang ging.
Dort enthüllte Bürgermeister Georg Gelhausen gemeinsam mit Michael Eyll-Vetter (Leiter Braunkohlenplanung RWE Power), Inga Dohmes (Ortsvorsteherin), Michael Dohmes (Bürgerbeiratsvorsitzender) und Sabine Verheyen (Europaabgeordnete) das neue Ortsschild unter dem Applaus der anwesenden Besucherinnen und Besucher. „Ab heute gibt es nach 15 Jahren nur noch ein Morschenich“, freute sich Georg Gelhausen und wiese auf die zeitgleiche Namensänderung von Morschenich-Alt hin. Der Umsiedlungsort trägt nun den Namen Bürgewald, behält aber den symbolträchtigen Namenszusatz „Ort der Zukunft“.
Nach einer Pause im Festzelt mit Kaffee und Kuchen – ebenfalls von RWE Power kostenlos zur Verfügung gestellt – fand dann mit vierjähriger Verspätung die Einweihung des Bürgewaldzentrums inklusive Grundsteinlegung statt. Die in Morschenich beheimateten Vereine, die Gemeinde Merzenich und die Löschgruppe Morschenich platzierten mit Erinnerungsstücken gefüllte Zeitkapseln hinter den Grundstein, der nun endlich die letzte verbliebene Lücke in dem Gemeinschaftsgebäude schließt.
Ein so bedeutendes Fest kommt natürlich nicht ohne den entsprechenden Festakt aus, der musikalisch begleitet wurde durch die Berzbuirer Blechbolzer. Bürgermeister Georg Gelhausen machte den Anfang und hob besonders die starke und durch die Umsiedlung sogar noch gestärkte Dorfgemeinschaft hervor. Er dankte den Bewohnerinnen und Bewohnern für ihr Durchhaltevermögen und dem Bürgerbeirat für die wertvolle Vermittlungsarbeit während der Umsiedlungsphase, die 2009 ihren Anfang nahm und nun offiziell beendet ist. Seinen Worten schloss sich Ina Scharrenbach aus dem NRW-Ministerium für Kommunales an. Auch für die erfahrene Politikerin war der Anlass nicht alltäglich, im Gegenteil: „Dass eine Dorfgemeinschaft ihr Zuhause noch einmal von Neuem räumlich planen und bebauen kann, ist selten!“
Michael Dohmes, Bürgerbeiratsvorsitzender und selbst Umsiedler, warf einen ebenso emotionalen Blick zurück wie seine Frau, die Ortsvorsteherin Inga Dohmes, die den Umsiedlungsprozess vom Anfang bis zum Ende hautnah begleitete. Und auch Dr. Lars Kulik von der RWE Power AG richtete Worte des Dankes und Lobes an die Umsiedlerinnen und Umsiedler und wünschte ihnen alles Gute in der neuen Heimat!
Ein perfekter Tag nahm mit dem Live-Konzert der Gruppe „Ten Ahead“ einen perfekten Ausklang. Die Kombo aus Köln gehört zu den Top 25 der deutschen Showbands, was sie an diesem Abend auch eindrucksvoll unter Beweis stellte und das Festzelt am Bürgewaldzentrum zum Brodeln brachte. Für die hervorragende Ton- und Lichttechnik war einmal mehr das Klangcharakter-Team um Patrick Schüritz verantwortlich!